Bericht 2011

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Von Schmetterbällchen und dem Streben nach Sommer

Marco Garavini (rechts) beim Turnier in Cervia.Abb: Marco Garavini (rechts) beim Turnier in Cervia.

Die Schmetterbälle von Turniersieger Marco Garavini waren so spektakulär, sie hätten es fast als Hauptdarsteller in diese Geschichte geschafft. Die vielen Zuschauer im Stadion, es mögen bei den Finalspielen gut 2000 gewesen sein, waren so beeindruckend, sie hätten es fast geschafft, diese Geschichte zu schmücken. Und dann war da ja noch der Sommer mit den tropischen Temperaturen, der selbst den Leser dieser Zeilen beinahe ins Schwitzen gebracht hätte.

Aber diese Geschichte erzählt von etwas anderem. Nicht vom Beachtennis-Turnier Anfang August in Cervia/Italien, dem größten auf unserem Planeten; sondern vom Beachtennis-Turnier Ende Juli in Fellbach-Schmiden, dem zumindest immer noch größten seiner Art in Deutschland. Zum elften Mal haben die Verantwortlichen vom TV Oeffingen und vom TEV Fellbach auf dem Schmiden-Beach ein Turnier ausgerichtet. Und auch in diesem Jahr gab es hier Schmetterbälle zu bewundern, von Alexander Bailer aus Burladingen zum Beispiel – auch wenn sie vielleicht nicht ganz so spektakulär waren wie die von Marco Garavini. Und selbstverständlich kamen auch ein paar Zuschauer zu den Finalspielen nach Schmiden. Sie sahen die spannende Finalbegegnung von Dorothee Berreth (STC Schwäbisch Hall) und Monika Keller (TC Schwäbisch Gmünd) mit dem Fellbacher Team Ina Stoller und Lisa-Marie Bürkle. Die Auswärtigen siegten ganz knapp. Bei den Männern gewannen bereits zum zweiten Mal in Folge Alexander Bailer und Oliver Munz (TSV Betzingen). Die beiden Dauerspieler, in der Weltrangliste unter den 100 Besten, hatten die Schmetterbällchen am erfolgreichsten trainiert.

Alex Bailer und Oliver Munz umgeben von Palmen.Abb: Alex Bailer und Oliver Munz zwischen Palmen.

Gut vorbereitet waren auch die beiden Jugendlichen Simon Porro und Kevin Schmieg vom TV Oeffingen. Sie hatten sich extra für das Beachtennis-Turnier froschgrüne T-Shirts mit ihren Namen und weiteren Schriftzügen drucken lassen. Die Gegner waren offensichtlich so geblendet von den leuchtfarbigen Oberteilen, dass sie den Oeffingern den Turniersieg bei den Junioren überlassen haben. Und noch zwei Spieler vom TV Oeffinger durften sich über den ersten Platz freuen: Matthias Engelfried und der Abteilungsleiter Alexander Rosenberger gewannen den Wettbewerb der Herren 40+. Im Finale übrigens gegen Frank Marschner und Gunther Gerecke, den ersten Vorsitzenden des TEV Fellbach. Somit kämpften zumindest in dieser Konkurrenz Spieler von den beiden organisierenden Vereinen um den obersten Platz auf dem Treppchen. Und es lohnte sich in diesem Jahr, weit oben zu stehen. Die Veranstalter vom Beachclub2010 hatten sich in diesem Jahr außergewöhnliche Prämien ausgedacht. Große Palmen, kleine Palmen, bestickte Handtücher, Sonnenschirme oder auch Caipirinha-Gläser gefüllt mit Gummibärchen. Vom Porsche Tennis Grand Prix gab es erneut Freikarten für das Turnier 2012. Und selbstverständlich gab es für die Sieger in den Mixed-Wettbewerben wieder jeweils eine Torte. Dorothee Berreth und Oliver Munz durften sich ebenso auf die süße Nachspeise freuen wie Frauke Blanz und Benno Heinz vom Cannstatter TC (Mixed 40+/Hobby-Mixed).

Die Hauptdarsteller in dieser Geschichte sind also andere. Und dennoch war das elfte Beachtennis-Turnier auf dem Schmiden-Beach wieder ein fröhliches für die Teilnehmer und auch für das Organisationsteam um Peter Seibold vom TEV Fellbach und Alexander Weier vom TV Oeffingen. Sie feierten gemeinsam auf der traditionellen Beachparty, bei der die Band The Bring It Home Boys für die richtige Stimmung sorgte. Und so richtig vermisst hat niemand die spektakulären Schmetterbälle von Marco Garavini und seinem Partner Paolo Tazzari. Okay, 2000 Zuschauer wären schon erfreulich gewesen als Rahmen für das traditionsreiche Turnier auf dem Schmiden-Beach. Was aber in diesem Jahr wirklich gefehlt hat, was das Turnier im nächsten Jahr noch viel beachiger machen würde, das wäre ein richtiger Sommer mit seinen tropischen Temperaturen. Aus gut unterrichteten Quellen ist zu vernehmen: das Organisationsteam arbeitet daran.

Text: Maximilian Hamm


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