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Die Favoriten und die Schläger sind aus Italien (Fellbacher Zeitung, 24.7.2009)

Beach-Tennis. Zum neunten Mal wird von heute, Freitag, bis Sonntag ein Beach-Tennis-Turnier auf dem "Schmiden Beach" ausgetragen. Die Veranstalter TV Oeffingen und TEV Fellbach setzen dabei auf Unterstützung aus dem Süden.

Von Markus Merz

Ravenna: 33 Grad, Regenrisiko null Prozent. Schmiden: 23 Grad, bewölkt und geringes Regenrisiko. So lautet eine Wettervorhersage für den heutigen Freitag, die Männer wie Alexander Weier oder Peter Seibold nicht ohne Neid registrieren. Für die Organisatoren des neunten Beach-Tennis-Turniers auf dem "Schmiden Beach" gehörte der Blick auf einschlägige Wetterseiten im Internet in den vergangenen Tagen zu den ersten Tagesordnungspunkten. Dabei ist ihnen nicht entgangen, wie die Aussichten für das italienische Ravenna sind. Von Regen weit und breit keine Spur. Schon seit Wochen. Dagegen hat es in Baden-Württemberg und damit auch in Schmiden im Juli so viel geregnet, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Doch warum blicken die Veranstalter der Felix Kloz Open, wie das Beach-Tennis-Turnier offiziell heißt, bei ihren Wettervergleichen ausgerechnet nach Ravenna?

Für Peter Seibold vom TEV Fellbach ein klarer Fall: "Dort ist die Beach-Tennis-Hochburg." Immerhin werden in jener sonnigen Stadt jährlich die Weltmeisterschaften ausgetragen. Und so verwundert es auch nicht, dass die diesjährigen Favoriten des Schmidener Beach-Tennis-Turniers aus Italien kommen. Sowohl Massimo Grassi und Gabriele Galasso als auch Paulo Tronci und Stefano Marini bilden in der Herren-Konkurrenz ein Doppel. Bei den Frauen ist es Giulia Nenzioni und eine Mitspielerin, deren Namen die Veranstalter noch nicht in Erfahrung bringen konnten. "Sonja irgendwie", sagt Alexander Weier vom TV Oeffingen, dem zweiten Verein außer dem TEV Fellbach, der das dreitägige Turnier (von heute, Freitag, bis Sonntag) im Auftrag des deutschen Beach-Tennis-Verbands veranstaltet, und lacht: "Das bei den Italienern rauszubekommen, ist nicht immer einfach."

Ähnlich vage ist der Informationsstand hinsichtlich der in Italien bestellten Paddle-Schläger, mit denen seit diesem Jahr verpflichtend gespielt wird. "Ich hoffe, dass die Schläger rechtzeitig ankommen", sagt Alexander Weier. Im Vorjahr wurde in der Erwachsenen-Konkurrenz noch mit Tennisschlägern gespielt. Den Jugendlichen wurde es freigestellt. "Doch haben sich alle sofort für die Paddle-Schläger entschieden", sagt Peter Seibold über das offizielle Spielgerät aus Hartgummi.

Schon jetzt haben sich für das Turnier wesentlich mehr Teilnehmer angemeldet als im Vorjahr. Bei der Jugend-Konkurrenz, die heute von 13.30 Uhr an in diversen Klassen stattfindet, sind es zwar ähnlich viele. Doch bei den Erwachsenen ist das Feld dafür umso größer. "Und das können ja noch mehr werden", sagt Alexander Weier. Schließlich gibt es für Kurzentschlossene die Möglichkeit, sich noch bis eine Stunde vor Turnierbeginn am Wettkampfort anzumelden. Vor allem die Mixed-Konkurrenz am Sonntag (11 Uhr) könnte noch wachsen. Denn erfahrungsgemäß finden sich am Samstagabend bei der Beachparty (die Musik macht in diesem Jahr die Band Acoustic Groove) regelmäßig und spontan einige Paare. Alexander Weier hofft allerdings, dass es nicht mehr als drei werden: "Solange es bei maximal drei kurzfristigen Paaren bleibt, ist alles okay. Dann hätten wir 32 Teams, was ja gut aufgehen würde."

Zunächst ist aber der Nachwuchs dran, der heute das Turnier eröffnet. Am Samstag geht es dann mit den Männer- und Frauendoppeln (9 Uhr) sowie den erfahrenen Spielerinnen und Spielern der Alterklasse 40+ (12 Uhr) weiter. Dass die Favoriten bei den Männern in diesem Jahr aus Italien kommen, hat auch mit dem voraussichtlichen Fehlen der Titelverteidiger zu tun. Denn weder Oliver Munz vom TSV Betzingen noch Alexander Stähle vom TC Kusterdingen haben sich bisher angemeldet. Und auch bei den Frauen fehlt das zuletzt siegreiche Doppel Kathrin und Sandra Krautter.

Von kulinarischer Seite aus fehlen dieses Mal die Spezialitäten vom Grill. "Dafür werden wir komplett mit italienischen Speisen von der Stadiongaststätte des TSV Schmiden versorgt", sagt Peter Seibold, der nun zu den italienischen Favoriten, Schlägern und Speisen nur noch auf italienisches Wetter hofft. Ganz wie in Ravenna.

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