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Sogar die Regeln werden im Sand beachtet (Fellbacher Zeitung, 1.8.2005)

Schmiden. Trainierte Körper, tolle Stimmung und wie bisher immer das passende Wetter gab es am Wochenende auf dem "Schmiden Beach" zu erleben. Das 5. Beach-Tennis-Turnier war für die 73 angetretenen Paare ebenso wie für die Organisatoren vom TV Oeffingen ein Erfolg.

Beim Tennis sind sie zwei Spieler unter vielen: Mirco Munz (26) startet für den TSV Betzingen in der Bezirksklasse und Alexander Stähle (25) für den TC Kusterdingen in der Verbandsklasse. Wenn die beiden aber im Sand zum Beach-Tennis antreten, sieht das schon etwas anders aus.

Jedenfalls hat das Duo am Samstag beim 5. Beach-Tennis-Turnier auf dem "Schmiden Beach" keine Begegnung verloren. Im Finale besiegten sie Maximilian Hamm (TV Oeffingen) und Peter Seibold (TEV Fellbach) mit 6:4 und 6:4. Was eine eindeutige Angelegenheit zu sein schien, war in Wirklichkeit ein hartes Stück Arbeit für die Sieger: "Es war viel knapper, als es aussah", sagt Alexander Stähle. Eigentlich war es die einzige Begegnung, in der sich Stähle/Munz richtig anstrengen mussten. Schließlich soll beim Beach-Tennis ja auch der Spaß im Vordergrund stehen.

Insgesamt traten am Samstag und Sonntag 73 Paare, davon 22 Herren-Doppel und 13 Damen-Doppel, gegeneinander an. "Das ist das Maximum", sagt Klemens Hueber, der Sportwart der Oeffinger Tennisabteilung und Hauptorganisator. "Sonst werden die Pausen für die Spieler zu lang." Bereits am Freitag hatte auf dem "Schmiden-Beach" zusätzlich das 4. Jugend-Beach-Tennis-Turnier als Gemeinschaftsveranstaltung mit dem TSV Schmiden stattgefunden. Bisher sind die Sportler mit dem Turnier neben dem Schmidener Stadion zufrieden. "Die guten Spieler sind gesetzt, und es werden sogar die Regeln des Verbandes beachtet", sagt Alexander Stähle grinsend. Offensichtlich hat er das andernorts schon weniger korrekt erlebt.

Obwohl Stähle und Munz mit verschiedenen Partnern das Oeffinger Turnier bereits mehrfach gewonnen haben, bereiten sie sich nicht speziell auf Beach-Turniere vor. Fast ausschließlich steht normales Tennis auf dem Trainingsplan: "Wir trainieren vor den Verbandsspielen mindestens viermal pro Woche", sagt Mirco Munz. Für den Sieg im Schmidener Sand reichte das offensichtlich.

Dabei sind die Unterschiede zum weißen Sport gewaltig: Auf kleineren Feldern als beim Tennis wird mit höheren Netzen und einem weichen Methodikball gespielt. Aufschläge sind nur von unten zugelassen und lange Ballwechsel die absolute Ausnahme. Eher locker ist die Kleiderordnung: Gelegentlich treten die Damen im Bikinioberteil an. Alexander Stähle bringt es auf einen kurzen Nenner: "Es wird mit mehr Gefühl und weniger Druck gespielt." Wenig Druck gab es beim ganzen Turnierbetrieb. Die Musik lief an allen Veranstaltungstagen ohne Pause durch, und die Caipirinha-Bar erfreute sich nicht erst am Abend regen Zuspruchs. Natürlich durfte die von mehr als 100 Sandfans besuchte Beachparty nicht fehlen.

Zwei kühle Caipirinhas haben sich am späten Nachmittag auch Karin Ebinger und Silke Buksik (beide TEV Fellbach) gegönnt. Kurz zuvor hatten die Fellbacherinnen im Finale des Damen-Doppels Sandra Krautter (TC Zuffenhausen) und Kathrin Krautter (TC Tachenberg) mit 6:1 und 6:2 besiegt. Während des gesamten Turniers gaben die Siegerinnen insgesamt nur vier Spiele ab.

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