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Sandwühler und die Kontaktbörse mit Kultstatus (Fellbacher Zeitung, 29.7.2005)

Oeffingen/Schmiden. Drei Tage lang dreht sich von heute an auf dem "Schmiden Beach" alles um Bälle. Statt mit harten Volleybällen treten die Sportler beim Beach-Tennis mit weichen Methodikbällen an.

Für einige Sportler dürfte die Beach-Party am Samstagabend der eigentliche Höhepunkt des zum fünften Mal vom TV Oeffingen organisierten Beach-Tennis-Turniers sein. Trotzdem betont Andreas Weng von der ausrichtenden Oeffinger Tennisabteilung den sportlichen Wert der Veranstaltung: "Es ist immerhin ein Qualifikationsturnier für die deutschen Meisterschaften."

Insgesamt rund 40 Paare erwartet er morgen und am Sonntag auf dem "Schmiden Beach". Am Samstag treten davon zehn Damen- und 18 Herrendoppel an. Tags darauf sind dann die Mixedteams sowie die Kategorie "40 plus/Hobbyspieler-Mixed" an der Reihe. Außerdem veranstaltet der TV Oeffingen zusammen mit dem TSV Schmiden bereits am heutigen Freitag das 4. Jugend-Beach-Tennis-Turnier. Dafür haben sich 22 Mannschaften angemeldet.

"Eigentlich hat Beach-Tennis mit Tennis fast nichts zu tun", sagt Andreas Weng. Das fängt bei den weichen Methodikbällen an, die sich die Spieler um die Ohren hauen. Gespielt wird außerdem über ein anderthalb Meter hohes Netz und auf einem Feld mit Beach-Volleyball-Maßen. Zudem erfordert der weiche Untergrund eine gänzlich andere Spielweise als beim normalen Tennis: "Es macht nicht richtig Sinn, den Ball auf den Boden treffen zu lassen", sagt Andreas Weng lachend. Querschläger im eigenen Feld wären die unerwünschte Folge und deshalb spielen alle möglichst ohne Bodenkontakt.

Unerwünscht ist auch eine destruktive Spielweise. Dicht am Netz stehend die Bälle direkt auf den Boden im gegnerischen Feld zu dreschen ist zwar nicht verboten, aber unsportlich. "Der Sinn besteht darin, den Gegner auszuspielen", erklärt Weng. Notfalls müssten die am Netz agierenden Gegenspieler eben durch Lobs ausgekontert werden.

Während sich die Organisatoren der Oeffinger Tennisabteilung über zahlreiche eigene Starter wie den Vorjahreszweiten und ehemaligen Vize-Weltmeister Maximilian Hamm freuen, hält sich die Beteiligung aus Alt-Fellbach und Schmiden bisher in Grenzen. Vom TEV Fellbach treten wohl lediglich Karin Ebinger, Silke Buksik und Peter Seibold an. Aus Schmiden will sich bisher nur Patrizia Walfort in den Sand neben dem Schmidener Stadion wagen. "Dafür haben wir viele neue Paare am Start", sagt Andreas Weng. Mit dem Kusterdinger Alexander Stähle tritt auch ein Titelverteidiger aus dem Vorjahr an.

Vielleicht melden sich aber kurzfristig noch weitere Mannschaften an. Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Beach-Party am Samstag als Kontaktbörse für den tags darauf stattfindenden Mixed-Wettbewerb erwiesen. Überhaupt hat der festive Abschluss des ersten Turniertages inzwischen fast schon Kultstatus erreicht und lockt auch viele weniger sportliche Sandliebhaber an: "Im vergangenen Jahr haben über die Hälfte der Leute bei der Party nicht Beach-Tennis gespielt." Für viele ist die Feier eben doch der eigentliche Höhepunkt des Turniers.

INFO: Nachmeldungen zum Jugend-Beach-Tennis-Turnier am heutigen Freitag und zum Beach-Tennis-Turnier am Wochenende sind noch möglich. Beginn ist heute um 12 Uhr und am Wochenende um 10 Uhr. Jugendliche zahlen fünf Euro, Erwachsene zehn oder fünfzehn Euro (zwei Wettbewerbe).

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