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Wie ein Vater seine Tochter schnell an den Mann bringt (Fellbacher Zeitung, 2.8.2004)

Schmiden. 19 Paare haben sich ursprünglich für die Mixed-Konkurrenz beim 4. Beach-Tennis-Turnier des TV Oeffingen angemeldet. Dass gestern nun 25 Doppel auf dem "Schmiden Beach" um den Turniersieg gespielt haben, hat sich erst am Abend zuvor ergeben. Bei der Beach-Party. "An der Bar hat sich noch so manches Duo gebildet", sagt Tatjana Weng, Oeffingens Tennis-Pressewartin.

Auch Radiomoderator Kai Völker, der am Samstagabend als DJ für heiße Rhythmen und gute Stimmung bei der Beach-Party gesorgt hatte, wollte sich eigentlich schon gestern wieder auf die Heimreise nach Mainz machen. Doch der 30-Jährige hat bei seinen Planungen nicht mit Norbert Langer gerechnet. "Er kam am Samstag auf mich zu und meinte, dass ich ja noch eine Partnerin für den Mixed-Wettbewerb suchen würde", sagt der ehemalige Schmidener, der auch schon beim TV Oeffingen Handball gespielt hat. "Und noch ehe ich mich versah, hatte er mir auch schon seine Tochter angedreht", sagt Kai Völker und lacht. Und so blieb ihm gestern nichts anders übrig, als an der Seite der 15-jährigen Sabrina Langer barfuß im Sand zu spielen. Wenig erfolgreich allerdings. Schließlich ist es für beide am Wochenende das erste Beach-Tennis-Turnier überhaupt gewesen. "Es macht trotzdem sehr viel Spaß", sagt Kai Völker, ein wenig erfahrener noch als seine junge Partnerin. Immerhin hatte er sich ja schon tags zuvor an der Seite von Andreas Weng (TV Oeffingen) nach dem kleinen gelben Ball hechten dürfen. Ein Einsatz, der allerdings nicht belohnt wurde. "Wir sind sang- und klanglos untergegangen, haben nur eine Partie gewonnen", sagt Andreas Weng. "Am Mischpult war Kai eindeutig besser als im Sand." Das fand auch Norbert Langer. Das Neumitglied in der Tennisabteilung des TV Oeffingen freute sich dennoch, dass seine Tochter gestern zum ersten Mal Gelegenheit hatte, die Beach-Variante des Tennissports auszuprobieren. "Es ist ja nicht wichtig, mit wem man spielt, sondern dass man spielt."

Keine einzige Partie verloren haben am Samstag Alexander Stähle und Philip Fuchslocher. Das Duo vom TC Kusterdingen hat souverän vor den Oeffingern Fabian Rieker und Maximilian Hamm die Herren-Doppel-Konkurrenz gewonnen. Beide Teams gehörten zu den von Klemens Hueber gesetzten acht Doppeln. "Unser Turnier gewinnt von Jahr zu Jahr an Qualität", sagt der Oeffinger Tennis-Sportwart. So haben bei der vierten Auflage des Sandspektakels nur Paare mitgemacht, die in den vergangenen Jahren auf dem "Schmiden Beach" mindestens einmal das Viertelfinale erreicht hatten. "Oder eben bei den baden-württembergischen Meisterschaften im vergangenen Jahr ganz vorne dabei waren", sagt Klemens Hueber, der auch wieder für die Turnierleitung verantwortlich gezeichnet hat. "Es waren keine Bolzer dabei, alle haben mit viel Ballgefühl gespielt und den Zuschauern tolle Ballwechsel gezeigt", sagt Andreas Weng.

Ähnlich stark besetzt war auch das Feld in der Damen-Konkurrenz. Am Ende siegten Esther Meinecke und Monika Geiger vom KV Untertürkheim. Die Titelverteidiger Daniela Falk und Alexandra Ernst vom TV Oeffingen mussten sich diesmal mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Gut angekommen ist gestern auch der neu eingeführte Mixed-Wettbewerb 40+/Hobbyspieler. "Es haben zwar nur sechs Paare teilgenommen", sagt Tatjana Weng, "aber denen hat es sichtlich gut gefallen. Ich bin überzeugt, dass es im nächsten Jahr mehr sein werden." Auf jeden Fall wieder mitmischen, das steht seit gestern fest, wollen Regina Arndt (Korntal-Münchingen) und der Schorndorfer Gerd Strohbeck. "Ich spiele zum ersten Mal Beach-Tennis, bin zum ersten Mal hier auf der Anlage", sagt Regina Arndt, die mit ihrem Partner übers Internet auf den Hobbyspieler-Wettbewerb aufmerksam geworden ist. "Es ist hier fast wie im Urlaub. Der Sand, die Sonne, die Musik. Und dann zwischendurch ein bisschen Beach-Tennis spielen. Was gibt es Schöneres?"

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