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Nur die Gastgeber sind eine Nummer zu groß (Fellbacher Zeitung, 2.9.2003)

Ravenna/Oeffingen. Die Reise nach Italien hat sich für Jürgen Renner und Maximilian Hamm gelohnt: Das Oeffinger Duo hat bei den Weltmeisterschaften im Beach-Tennis in Ravenna am Sonntag die Silbermedaille im Teamwettbewerb gewonnen.

Verständlich, dass die beiden Oeffinger Tennisspieler am Montag noch etwas geschafft von den Strapazen der vergangenen Tage waren. Doch was sind schon ein paar dunkle Augenringe im Vergleich zu einem zweiten Platz bei Weltmeisterschaften? Und der freute die beiden Bezirksliga-Spieler des TVOe und ihre Partnerinnen Nadine Tränklein und Daniela Boog (beide VfL Sindelfingen) umso mehr, als der Aufenthalt in Ravenna mit einer unerfreulichen Nachricht begonnen hatte. Aus Deutschland waren wie vereinbart zwei Teams nach Italien gefahren, um an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Vor Ort erklärten die Veranstalter jedoch, es dürfe aus jedem Land nur ein Team mitmischen. Und das andere Quartett aus Deutschland - zwei Frauen und zwei Männer aus Bayern - war immerhin der Silbermedaillengewinner der vergangenen Weltmeisterschaften. Die beiden Vierer-Teams einigten sich schließlich darauf, als eine gemeinsame Mannschaft anzutreten und die Partien abwechselnd zu bestreiten. Der Vorteil für die schwäbische Delegation: Dank des letztjährigen Erfolges ihrer Mitstreiter waren sie bereits für die Endrunde gesetzt.

Diese erreichten außer der deutschen und der italienischen Mannschaft auch die National-Teams von Belgien und Kroatien. Erwartungsgemäß hat die italienische Formation am Ende den Titel gewonnen. "Die spielen schon in einer anderen Liga, es war ja praktisch auch vorher schon klar, dass die Italiener Weltmeister werden", sagt Jürgen Renner anerkennend. Mit 0:3 unterlag die deutsche Mannschaft den Gastgebern in der Endrunde deutlich. 0:3, das bedeutet, dass alle drei Wettbewerbe - das Damen-, das Mixed- und das Herren-Doppel - aus deutscher Sicht verloren gingen. Das Doppel Hamm/Renner musste sich zum Beispiel mit 1:6 Spielen geschlagen geben.

Trotz der deutlichen Niederlage hatte die deutsche Mannschaft Grund zur Freude. Nach einem 3:0-Erfolg über Belgien und einem 2:1-Sieg über Kroatien belegten die Akteure um das Oeffinger Duo einen guten zweiten Platz. Auch sonst hat es Maximilian Hamm und Jürgen Renner sehr gut gefallen. "Das war sensationell, so toll hätte ich mir die Meisterschaften und die ganze Atmosphäre in Ravenna nicht vorgestellt", schwärmte Hamm.