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Warum die Spieler diesmal weniger Weizenbier trinken (Fellbacher Zeitung, 18.8.2003)

Schmiden. Sommer, Sand und fast nur strahlende Gesichter. Am Samstag ist die Stimmung auf dem "Schmiden Beach" bei fetziger Musik ausgelassen gewesen. Und das, obwohl es für die Akteure auf dem Sand um viel ging. Nämlich um die Titel bei den ersten württembergischen Meisterschaften im Beach-Tennis.

Veranstalter dieser Titelkämpfe war der Württembergische Tennis-Bund (WTB), Ausrichter vor Ort die Tennisabteilung des TV Oeffingen. Und dessen Abteilungsleiter Klaus Cablitz brachte den wesentlichen Unterschied zum Turnier, das der TVOe vor drei Wochen auf dem "Schmiden Beach" veranstaltet hatte, sogleich auf den Punkt. "Man merkt, dass es dieses Mal nicht ganz so locker zugeht. Zwischen den Spielen wird viel weniger Weizenbier und Sekt getrunken als das bei unserem letzten Turnier der Fall war", sagte der Abteilungsleiter. Aber nicht nur zwischen den Begegnungen, auch während der Partien auf den vier Plätzen merkte man, dass es zur Sache ging. Die Matches waren hart umkämpft und somit für die Zuschauer attraktiv, meist gingen sie - gespielt wurde stets ein Gewinnsatz - über mehr als zehn Spiele. Viele Partien endeten sogar erst im Tie-Break - 7:6. "Das Teilnehmerfeld ist sehr ausgeglichen", sagte auch Klemens Hueber, der Organisationschef. Kein Wunder. Für die württembergischen Meisterschaften mussten sich die Teilnehmer qualifizieren. Nur wer im Vorfeld einen ersten bis vierten Platz bei einem Qualifikationsturnier belegt hatte, durfte am Samstag auf dem "Schmiden Beach" mitmischen.

Durch die langen Partien verschob sich zwar der Zeitplan etwas, ansonsten aber lief das gesamte Turnier nach Wunsch. Lediglich die Akteure mussten aufgrund der Hitze einige zusätzliche Kraftreserven mobilisieren. Vor allem diejenigen, die auch noch im Mixed-Wettbewerb, der nachmittags im Anschluss an die Herren- und Damen-Doppel ausgetragen wurde, antraten. "Wenn wir im Mixed auch noch bis ins Endspiel kommen, dann falle ich wahrscheinlich schon irgendwann vorher um", sagte Daniela Falk, nachdem sie mit Partner Markus Knödler gerade mal das erste Match im gemischten Doppel gespielt hatte. In der Damen-Konkurrenz musste die 31-Jährige nämlich zuvor das Maximum an Spielen überstehen. Dafür aber winkte der TVOe-Spielerin am Ende auch eine angemessene Entschädigung: Denn mit ihrer Partnerin Stefanie Hueber gewann Daniela Falk die Goldmedaille. Die beiden sind somit die ersten württembergischen Beach-Tennis-Meisterinnen überhaupt. Knapp mit 7:6 setzte sich das Duo im Finale gegen Esther Meinecke/Monika Geiger (KV Untertürkheim/TSV Deizisau) durch. "Im vergangenen Jahr war ich zwar schon einmal bei den deutschen Meisterschaften dabei, aber so ein Titel ist natürlich etwas ganz Besonderes", sagte die Schmidenerin, die für den TVOe zum Schläger greift. Durch den Titelgewinn werden Daniela Falk und Stefanie Hueber auch in diesem Jahr wieder bei den deutschen Meisterschaften teilnehmen. Und zwar in drei Wochen auf dem Marktplatz in Esslingen.

Ganz so erfolgreich wie bei den Damen lief es bei den Oeffinger Herren nicht. Das beste Doppel des TVOe, Philipp Müller und David Hueber, landete auf dem fünften Platz. Württembergische Meister wurden Alexander Stähle/Sebastian Heyd (TC Kusterdingen/TC Gärtringen), die sich im Endspiel gegen Oliver und Mirco Munz (TSV Betzingen) durchgesetzt hatten. Im Mixed-Wettbewerb belegte Maximilian Hamm vom TVOe mit seiner Partnerin Daniela Boog (VfL Sindelfingen) hinter Anja Eyb/Philipp Kurz (TC Reutlingen) den zweiten Rang. Dritte wurden die Oeffinger Stephanie Hueber/Jürgen Renner. Auch diese beiden TVOe-Paare sind damit für die deutschen Meisterschaften qualifiziert.

Von Michaela Bareis, Fellbacher Zeitung