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Viele Lokalmatadoren kämpfen um Titelehren (Fellbacher Zeitung, 15.8.2003)

Schmiden. Eine Premiere können Tennis-Fans morgen, Samstag, auf dem "Schmiden Beach" erleben. Der Württembergische Tennis-Bund (WTB) veranstaltet zum ersten Mal die württembergischen Meisterschaften im Beach-Tennis. Ausrichter ist die Tennisabteilung des TV Oeffingen.

Klemens Hueber, Sportwart der Oeffinger Tennisspieler, hat derzeit alle Hände voll zu tun. Doch es läuft alles nach Plan. "Alles im grünen Bereich", kann der Organisationschef vom TVOe zwei Tage vor den Meisterschaften vermelden. Am Samstag um 11 Uhr geht es los. Dann werden die ersten Doppel der württembergischen Beach-Tennis-Elite durch den Sand hechten. Dabei werden sie von Oberbürgermeister Christoph Palm beobachtet. Das Fellbacher Stadtoberhaupt hat sich als Schirmherr der Veranstaltung für einen Kurzbesuch auf dem "Schmiden Beach" angekündigt.

In sportlicher Aktion wird man den Oberbürgermeister allerdings nicht erleben können. Auf das ursprünglich geplante Prominenten-Match haben die Organisatoren kurzfristig verzichtet. "Der Terminplan ist sowieso schon so dicht, deshalb haben wir das Einlage-Spiel abgeblasen", sagt Klemens Hueber. Aber auch so werden viele Lokalmatadoren mit von der Partie sein. Vom ausrichtenden TV Oeffingen sind einige Paare am Start, die sich bei diversen Turnieren im Vorfeld für die württembergischen Titelkämpfe qualifiziert haben. Bei den Männern starten zum Beispiel die Doppel Jörg Nitzsche/Markus Knödler und Maximilian Hamm/Jürgen Renner. Hans-Peter Holder bildet außerdem ein Team mit dem für den TC Waiblingen spielenden Christopher Gentzcke. Bei den Damen sind Stefanie Hueber/Daniela Falk mit dabei.

Im Mixed-Wettbewerb, der am Samstag von 16 Uhr an ausgetragen wird, werden Stefanie Hueber/Jürgen Renner, Daniela Falk/Markus Knödler, Jörg Nitzsche/Sibille Martin, Maximilian Hamm/Daniela Boog, Philipp Müller/Nadine Tränklein und Christopher Gentzcke/Patrizia Wolfert um gute Platzierungen kämpfen.

Ob diese Paare morgen gegen die Konkurrenten aus Reutlingen, Rottenburg, Balingen, Kusterdingen, Maichingen und Gärtringen auch Titelchancen haben werden, ist schwer einzuschätzen. "Beim Beach-Tennis gibt es zumindest in Deutschland noch keine Rangliste. In Italien gibt es das bereits", sagt Klemens Hueber. Bei der modernen Variante im Sand ist das Teilnehmerfeld im Gegensatz zum herkömmlichen Tennis-Sport meist ausgeglichen. Klare Favoriten, an denen bei der Titelvergabe kein Weg vorbeiführen wird, gibt es beim Beach-Tennis nicht. Dabei muss ein guter Tennis-Spieler nicht zwangsläufig auch ein guter Beach-Tennis-Spieler sein. "Es kommt in erster Linie auf die Tagesform an", sagt Klemens Hueber.

Wer von den 14 Männer-Paaren, den acht Damen-Paaren und den 16 Mixed-Paaren die beste Tagesform hat, wird sich morgen im Lauf des Tages zeigen. Klar ist, dass alle Akteure bestens mit dem Schläger umgehen können. Schließlich haben sich alle im Vorfeld erst einmal qualifizieren müssen. Übrigens, die Paare, die bei den württembergischen Titelkämpfen jeweils die ersten vier Plätze belegen, sind automatisch für die deutschen Meisterschaften qualifiziert. Und die werden bereits in drei Wochen stattfinden. Einen weiten Anfahrtsweg müssten die potenziellen Teilnehmer aus Oeffingen hierfür jedenfalls nicht zurücklegen: Die deutschen Meisterschaften werden nämlich mitten auf dem Marktplatz in Esslingen ausgetragen.

Von Michaela Bareis, Fellbacher Zeitung