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Am Ende kann Stefanie Hueber doch strahlen (Fellbacher Zeitung, 28.7.2003)

Schmiden. Am Samstagabend noch war Stefanie Hueber vom Organisationsteam bester Dinge und "sehr zufrieden" mit dem bisherigen Turnierverlauf. "Hauptsache, das Wetter hält, das ist das Wichtigste", hatte die Oeffinger Tennisspielerin gesagt. Und wie zur Bestätigung ihrer Aussage schaute kurz darauf - pünktlich zu den Halbfinalspielen des 3. Beach-Tennis-Turniers - sogar noch die Sonne auf dem "Schmiden Beach" vorbei. Die Konkurrenz im Herren- und Damendoppel konnte somit planmäßig und bei besten äußeren Bedingungen am Samstag über die Bühne gebracht werden. Weniger Glück hatten die Organisatoren der Tennis-Abteilung vom TV Oeffingen dann am Sonntag, als die 40 Mixed-Teams ihre Sieger ausspielten. Doch die Tennis-Paare ließen sich trotz des Dauerregens nicht die Laune vermiesen. "Zum Glück war es wenigstens warm", sagte Oeffingens Sportwart Klemens Hueber.

Beste Stimmung herrschte am Samstag auf den vier Tennisfeldern - aber auch daneben. Tennis allein stand bei der dritten Auflage des Beach-Tennis-Turniers nicht im Vordergrund. Die Atmosphäre war locker und ungezwungen, wie es sich eben auf dem Beach gehört. Und trotzdem: Die Zuschauer bekamen attraktive und spannende Ballwechsel zu sehen, vor allem bei den Herren war das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt. Das lässt sich schon an den Namen der nach Vor- oder Zwischenrunde ausgeschiedenen Akteure ablesen. Csaba Horvath, der mit seinem Bruder Arpad eigentlich ein ambitioniertes Doppel bildete, Oliver Meinecke und Alexander Eller vom KV Untertürkheim zum Beispiel. Die beiden erfahrenen Sandwühler gehörten zum engen Favoritenkreis, schließlich hatten sie bei der Oeffinger Turnier-Premiere vor zwei Jahren die Doppel-Konkurrenz gewonnen. Jetzt war für sie völlig überraschend bereits im Achtelfinale Endstation. Schon zuvor hatte Alexander Eller gesagt: "Favoriten? Ich weiß gar nicht, ob es so etwas beim Beach-Tennis überhaupt gibt, das Feld ist so ausgeglichen. Das Schöne an dem Sport ist ja auch, dass die Unterschiede, was die Spielstärke angeht, nicht so krass herauskommen."

Soll heißen: Jeder, der einigermaßen mit dem Tennisschläger umgehen kann, kann beim Beach-Tennis mithalten. Wenn er eben das Gefühl für den Ball hat. Den Ball nicht nur mit roher Gewalt übers Netz dreschen zu können, sondern ihn intelligent und gefühlvoll im gegnerischen Feld zu platzieren, darauf kommt es bei der Variante im Sand an. Zwei, die sowohl sehr gute Tennisspieler als auch sehr gute Beach-Tennis-Spieler sind, haben am Samstag den dritten Platz belegt. Jörg Nitzsche und Claudio Zampa aus der Verbandsklasse-Formation des TVOe. Und das, obwohl sich Claudio Zampa noch am Vortag den Oberschenkel gezerrt hatte. "Ich hätte nicht gedacht, dass es mit der Verletzung so gut geht." Gewonnen hat indes das Doppel Mirco Munz/Hans-Jörg Reiner vom TSV Betzingen, das im Finale gegen die Oeffinger Beach-Experten Maximilian Hamm und Jürgen Renner die Oberhand behielt. Bei den Damen gewannen Daniela Falk und Alexandra Ernst vom TVOe vor Daniela Boog und Nadine Tränklein (SV Sindelfingen). Den Titel im Mixed-Wettbewerb sicherten sich dieses Mal Stefanie Hueber und Jürgen Renner vom TVOe vor dem Duo Alexander Eller/Monika Geiger (KV Untertürkheim). Jürgen Renner avancierte mit einem ersten und einem zweiten Platz zum erfolgreichsten Spieler des Turniers. Und auch Stefanie Hueber konnte am Ende doch noch strahlen, obwohl der Wettergott ihren Wunsch nicht erhört hatte.

Von Michaela Bareis, Fellbacher Zeitung