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"Sand unter" in Bad Saulgau, aber niemand taucht wirklich ab (Fellbacher Zeitung, 13.8.2002)

Bad Saulgau. "Sand unter" - so hat am vergangenen Wochenende das Motto bei den deutschen Beach-Tennis-Meisterschaften in Bad Saulgau gelautet. "Es ist dort einfach alles unter Wasser gestanden", sagt Sabine Staengel vom ausrichtenden Württembergischen Tennis-Bund (WTB).

Keine Frage: Die Beach-Tennis-Cracks sind am Wochenende nicht zu beneiden gewesen. Regen, Regen, nichts als Regen - fast 48 Stunden lang. Und dennoch sind die nationalen Titelkämpfe nicht ins Wasser gefallen (lediglich die Beach-Party am Samstagabend), die Tennis-Akteure nicht abgetaucht. Im Gegenteil. Alle 150 Teilnehmer haben den Wassermassen getrotzt und am Sonntag ihre Besten ermittelt. Gut gelaunt, versteht sich. "Die Meisterschaften haben trotz der widrigen Umstände Spaß gemacht", sagt Jürgen Renner vom TV Oeffingen. Auch wenn für viele Paare, ganz anders als beim Beach-Turnier in Schmiden, eindeutig das Gewinnen im Vordergrund stand. "Es ist viel verkrampfter gespielt worden", sagt Renner. Zu deutschen Meisterehren ist der 28-Jährige mit seiner Partnerin und Vereinskollegin Stefanie Hueber zwar nicht gekommen, zufrieden waren beide mit ihrem Abschneiden dennoch. "Wir sind erst im Viertelfinale gegen die späteren deutschen Meister ausgeschieden", sagt Jürgen Renner. Lediglich mit der Organisation zeigte sich der Oeffinger Bezirksliga-Spieler nicht ganz zufrieden. "Es war zum Teil etwas chaotisch. Oft wussten wir nicht, wo und wann wir spielen. Lange Wartezeiten waren an der Tagesordnung." Zudem hätte es zu wenig Zelte gegeben, und auch was die Verpflegung betrifft, sei nicht alles optimal gewesen. "Aber so etwas muss man selbst erst einmal besser machen."

Auch für Sabine Staengel, die verantwortliche Organisatorin des WTB, waren die Meisterschaften etwas enttäuschend - des Wetters wegen. "Es war alles so toll geplant, und dann hat es nur geregnet wie aus Kübeln."

Sehr zufrieden mit den Leistungen im Sand zeigte sich Oliver Meinecke vom KV Untertürkheim (KVU). Der letztjährige deutsche Mixed-Meister belegte an der Seite von Alexander Eller im Herren-Doppel den zweiten Platz. Das Duo musste sich im Finale lediglich Timo Jogwer und Jan Nattenkämper aus Herne geschlagen geben. Dass es nicht ganz gereicht hat zum Titel und damit zur Qualifikation für die Beach-Tennis-Weltmeisterschaften in zwei Wochen in Italien, war für beide - zumindest aber für Oliver Meinecke - nicht weiter schlimm. "Ich hätte ohnehin keine Zeit. Denn da heirate ich meine Freundin Esther Schmid", sagt der 28-Jährige. Da kann man denn auch nur von Glück reden, dass auch seine Freundin die Qualifikation um Haaresbreite verpasst hat. Denn in der Doppel-Konkurrenz der Damen belegte sie mit ihrer Vereinskollegin Monika Geiger hinter den Siegerinnen Susanne Bensch/Julia Schrader (München) und den Zweitplatzierten Melanie Wandel/Anja Eyb (Reutlingen) den dritten Platz. Monika Geiger übrigens durfte gleich zweimal aufs Treppchen. Im Mixed belegte sie mit Alexander Eller (KVU) nämlich ebenfalls den dritten Rang.

Von Susanne Degel, Fellbacher Zeitung